Open Eyes //

EXTREM

– ein Motto welches Nervenkitzel, Spannung und Spaß verspricht! Nur zwei Tage zuvor haben wir erfahren, wo uns unsere Weiterbildung hinführen wird und endlich ist es soweit. In zwei VW Bussen geht es noch etwas müde aber gut gelaunt los. Erster Stopp: Das Designfestival beim Papier­hersteller Gmund. In der extra hierfür frei­ge­räum­ten Papier­fabrik erwarten uns beein­druckende Papier­figuren, clevere Ver­pack­ung­en, ein Show­room mit allen Gewinnern des Gmund Awards 2019 und sogar das Couch­design passend zu den Gmund Colors! Die Möglich­keiten rundum den Einsatz von Gmund­papier erscheinen uns unendlich.

Der ein oder andere von uns ist dabei sogar besonders mutig, denn es gibt Tattoos! – Naja so ganz echt sind diese dann doch nicht, aber zu­mindest temporär eine echt stylische Erinnerung. Besonders beein­druckend sind dabei jedoch die inspirier­enden Vor­träge der Gast­redner, jeder mit einer ganz eigenen Geschichte und einem ganz persön­lichen Appell an das Publikum. Nach allerlei leckerer Pasta, Hotdogs, Kuchen & Co. erwartet uns noch ein besonderes Highlight des Tages, eine Führung durch die Gmund-­Papier­produktion. Vom Papier­brei bis zur schlussendlichen Kontrolle jedes einzelnen Bogens, erfahren wir (fast) alles über die Vor­gänge im Werk. Stellen Sie sich vor, die Papier­maschine läuft schon seit Ende des 19. Jahr­hunderts!

Zweiter Stopp: Innsbruck. Umgeben von gewaltigen Berg­land­schaften erreichen wir mit vielen Ein­drücken im Gepäck das Nala Hotel im Herzen Innsbrucks. Zugegebener­maßen ist ein WC direkt hinter dem Fernseher schon etwas anderes, doch gerade durch sein verrücktes Design sind wir vom Nala Hotel ganz begeistert. Früh­stück in schwindelnder Höhe? Kein Problem für uns, mit dem Lift geht es am nächsten Morgen hoch hinaus auf die Bergisel-­Schanze. Im Bergisel-­Café erwartet uns ein traum­haftes Frühstücks­buffet und während wir Schlemmen beobachten wir die Nach­wuchs­skispringer beim Abheben in die Lüfte – echt abgefahren! Thomas Thurnbichler, ehe­maliger Ski­springer und nun Trainer der Junioren­mannschaft, gibt uns später einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Ski­springens. Unsere ganz persönliche Mut­probe ist das Sitzen auf dem berühmt berüch­tigten Zitterbalken, das Gefühl von absoluter Freiheit lässt uns die Euphorie für diesen Sport begreifen. Natürlich lassen wir uns vom Blick auf den direkt dahinterliegenden Fried­hof nur minimal irritieren. Doch Ent­warnung – alle kommen wieder heil zurück und wir sind schon auf die nächste Führung zur Architektur und Geschichte der Schanze gespannt. Bei strah­lendem Sonnen­schein erfahren wir mehr über Zaha Hadid, die Ar­chi­tek­tin, aber auch über die geschichtlichen Hintergründe der Schanze. Innsbruck wäre jedoch nicht Innsbruck, wenn nicht jeder von uns das goldene Dacherl gesehen hätte und so begeben wir uns auf Erkundungs­tour bevor wir uns auf nach München machen.

Letzter Stopp: München. Noch besser geht es nicht mehr? Oh doch! Kurz frisch gemacht und schon geht es zum Abend­essen in den Olympiaturm. 181 Meter über dem Boden bekommen wir durch die sich drehende Bodenplatte einen 360° Blick über München und auch das unglaublich leckere, vegane Menü trägt dazu bei diesen Abend un­ver­gesslich zu machen. Die Zeit verfliegt mal wieder viel zu schnell und der letzte Morgen unserer Weiter­bildung beginnt im urig-gemütlichen Café Marais. Nach Panini, Rührei und Café geht es zu einem nächsten Höhe­punkt weiter, der Tour durch das Olympiagelände. Unser Tour­guide Dennis gibt uns Einblicke und interessante Hinter­grund­infor­mationen zum Bau des kompletten Geländes. Wir sind von den Socken als wir erfahren, dass das Olympia­stadion mehr oder weniger auf „Gut Glück“ gebaut wurde und dennoch steht es heute immer noch, unfassbar aber wirklich wahr! Es ist so stabil, dass wir unsere Tour sogar auf dem Dach des Stadions weiterführen können. Mit Kletter­gurt und Helm gesichert, erklimmen wir das Dach und bekommen einen wahnsinnigen Ausblick über München und noch weit darüber hinaus. Aus über 50 m Höhe dürfen wir uns abseilen, dabei gilt es allen Mut zusammen zu nehmen, den Körper angespannt zu lassen und ja nicht nach unten zu sehen! Doch Stück für Stück gewinnen wir Ver­trauen in unseren Gurt und schon wenige Momente später schwebt jeder Einzelne von uns über dem Stadion, ein atemberaubendes Gefühl. Nach all dem Adrenalin sind wir dann doch wieder froh festen Boden unter den Füßen zu haben und München bei Dämmerung zu erkunden, das ein oder andere Schmankerl zu uns zu nehmen bevor wir uns auf den Heimweg Richtung Stuttgart machen. Unser Fazit: EXTREM interessant, EXTREM bereichernd, EXTREM spannend, EXTREM lecker, EXTREM dankbar!