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Paik / abk

Im Veranstaltungs­programm der abk – Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart – war zu lesen, dass die Video­installation von Nam June Paik in der abk auf­wendig restauriert wurde und jeden ersten Mittwoch im Monat nach­mittags be­sichtigt (bestaunt) werden kann.

Prof. Johannes Gfeller leitet inner­halb der Fach­gruppe Kunst­wissen­schaften-Restaurierung den Master­studiengang Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information. Er be­gleitete die Master­thesis und die an­schließende Restaurierungs­arbeit seines Master­studenten Benjamin Zech, der die 90-Monitor-Installation „Two Way Communication“ von Nam June Paik wieder zum Leuchten und Strahlen, in flimmernde Be­wegung brachte. Unsere fragende Bitte, ob wir bei einer Be­sichtigung eine Ein­führung in dieses Werk, den Künstler und die Ge­schichte be­kommen könnten, hat Prof. Gfeller zu unserer großen Freude mit ja be­antwortet, er wollte uns per­sönlich den „großen Paik“ prä­sentieren.

Am 6. Februar 2019 wurden wir, das ganze Team von VISUELL war dabei, um 17.00 Uhr im Foyer des Neu­bau 2 der abk sehr freundlich be­grüßt. Herr Prof. Gfeller er­zählte zu Be­ginn wie die Akademie dieses Werk in der Mitte der 1990er Jahren er­standen hat. Es wurde durch den Bau dieses Ge­bäudes mit den Mitteln aus dem Etat „Kunst am Bau“ finanziert. Im offenen Eingangs­foyer bot sich die Wand über drei Stock­werke an, mit einem aktuellen Kunstwerk, im wahrsten Sinne des Wortes, be­spielt zu werden. Prof. Manfred Kröplien knüpfte Kontakte zu Nam June Paik, dem als Vater der Video­kunst be­zeichneten international re­nommierten Künstler, es wurde Ein­vernehmen erzielt und das wohl un­be­kannteste unter den größten Werken des Süd­koreaners in Deutschland installiert.

Prof. Gfeller erklärte uns den Inhalt der Restaurierungs­arbeit und sprach über den glücklichen Umstand, dass diese Installation in der Akademie ständig gepflegt wird und dadurch wieder öffentlich zu sehen ist. Was sein wird, wenn die Röhren­monitore nicht mehr zur Ver­fügung stehen, wird die nächste große Heraus­forderung sein. Wir waren be­geistert von der Präsentation und danken Prof. Johannes Gfeller sehr herz­lich.